Lioba Heinzler

Ich habe vier Mal in meinem Leben einen Beruf verlassen.

Ich weiß, was das kostet. Und was ich gewonnen habe. Und was Du davon hast.

Vier Berufe · Drei Geschichten · Eine Haltung

Ich habe nicht eine Karriere gemacht. Ich habe vier gemacht.

40 Jahre Arbeitsleben. Damenschneiderin am Staatstheater Karlsruhe. Religionspädagogin. Seelsorgerin in der katholischen Gemeinde. Und seit über 20 Jahren Unternehmenscoach und Supervisorin DGSv.

Vier Berufe. Vier Wechsel. Vier Mal etwas zurücklassen, das funktioniert hat. Vier Mal sich selbst neu aufstellen, ohne zu wissen, ob der nächste Schritt trägt.

Was diese Wechsel mich gelehrt haben, ist heute die Substanz meiner Arbeit. Denn der größte Wechsel, den ein Unternehmen erleben kann, ist die Nachfolge. Drei Geschichten erklären, warum genau ich dafür die Richtige bin.

Lioba Heinzler - Meine-Mission Klarheit schaffen. Perspektiven eröffnen. Impulse geben

Geschichte 1

Was eine Schneiderin über Nachfolge weiß.

Mein erster Beruf. Damenschneiderin am Staatstheater Karlsruhe. Maß nehmen, zuschneiden, anpassen, fertigstellen. Was ich dort gelernt habe – und was bis heute prägt, wie ich auf Unternehmen schaue:

Ein gutes Stück entsteht nicht am Körper der Schneiderin. Es entsteht am Körper derjenigen, die es trägt. Was perfekt sitzt, wenn ich es nähe, wird der Nächsten nie passen. Wer ein bestehendes Stück übernimmt, ohne es neu zuzuschneiden, sieht aus wie verkleidet.

»Ein Unternehmen, das jemand anderes zugeschnitten hat, passt der Nachfolgerin erst, wenn sie es neu auf sich anpasst.«

Was Du davon hast:

Ich behandle Dein Unternehmen nicht als fertiges Konfektionsstück, das die Nachfolge unverändert übernimmt. Ich helfe Dir, das Maß neu zu nehmen. Was bleibt, weil es trägt. Was angepasst wird, weil sich der Mensch verändert hat, der es trägt. Und was bewusst weggeschnitten wird, weil es nie wirklich zur neuen Trägerin gehört.

Tradition bewahren heißt nicht: alles lassen, wie es war. Es heißt: das Maß stimmt wieder.

Geschichte 2

Was eine Seelsorgerin über Nachfolge weiß.

Fünfzehn Jahre in der katholischen Gemeindeseelsorge. Geburten, Hochzeiten, Trennungen, Krisen, Sterbebegleitung. Was ich dort gelernt habe – jenseits aller Konfession – ist eine Wahrheit, die für jede Übergabe gilt:

Übergänge sind nie administrativ. Sie sind existenziell.

Wer einen Menschen am Ende seines Berufslebens begleitet, weiß: Da geht es nicht nur um eine Firma. Da geht es um Identität. Wer war ich, was bleibt, wer werde ich, wenn diese Rolle nicht mehr trägt? Wer eine Nachfolgerin in den ersten 100 Tagen begleitet, weiß: Auch da geht es nicht nur um die Firma. Da geht es um eine Rolle, die sie sich erst aneignen muss – während alle bereits erwarten, dass sie da ist.

»In jeder Nachfolge stirbt etwas, damit etwas anderes wachsen kann. Wer das nicht aushält, kann nicht übergeben.«

Was Du davon hast:

Ich nehme die weichen Themen ernst. Die Angst vor dem Loslassen. Die Trauer über das, was vorbei ist. Den stillen Schmerz, plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden. Den Druck der Übernehmenden, der von außen wie Karrierefreude aussieht und sich von innen anfühlt wie Heimatverlust.

Diese Themen sind nicht weich, weil sie nicht zählen. Sie sind weich, weil sie das Härteste sind. Und sie entscheiden, ob eine Nachfolge gelingt oder zerbricht.

Lioba Heinzler - Meine-Mission Klarheit schaffen. Perspektiven eröffnen. Impulse geben
Lioba Heinzler Impulsgeberin, Unternehmerin, Podcasterin, Möglichmacherin, Netzwerkerin

Geschichte 3

Was ein Kindergarten-Seil mit Nachfolge zu tun hat.

Mit vier Jahren wurde ich im Kindergarten festgebunden. Mitten im Raum. Mit einem dicken Seil. Auf einem Stuhl. Das war eigentlich die Strafe für die frechen Jungs. Ich hatte nichts angestellt. Ich war einfach zu lebendig. Mitte der 60er Jahre reichte das.

Was mich an dieser Geschichte bis heute interessiert, ist nicht die Strafe. Es ist die Logik dahinter: Strukturen, die Menschen kleinhalten, weil sie sonst zu groß werden würden. Stühle, an die man jemanden bindet, statt ihm einen besseren Platz zu geben.

Diese Stühle finde ich in vielen Unternehmen, die vor der Nachfolge stehen. Bei der Übergebenden, die ihr Geschäft so gebaut hat, dass es nur an ihr funktioniert – und sich jetzt wundert, dass keine Nachfolge passt. Beim Senior, der seinem Sohn das Steuer überlässt und den Schlüssel zum Tresor behält. Bei der Tochter, die sich ihre Rolle hart erkämpft hat – und im Unternehmen weiterhin »die Tochter« heißt, statt Geschäftsführerin.

»Eine Nachfolge gelingt nicht, indem die Nächste an denselben Stuhl gebunden wird.«

Was Du davon hast:

Ich erkenne diese Strukturen schnell. Und ich benenne sie. Auch wenn es unbequem ist. Wer mit mir an einer Nachfolge arbeitet, bekommt nicht nur Werkzeug – sondern jemanden, der hinschaut, wo die Beteiligten lieber wegschauen.

Ich war das Kind auf dem Stuhl. Ich werde nicht zulassen, dass Du oder Deine Nachfolgerin auf einem ähnlichen sitzt.

Für wen ich arbeite

Drei Rollen am Tisch. Ein gemeinsames Thema.

Senior-Unternehmer*in

Du hast aufgebaut. Jetzt geht es um Übergabe oder Verkauf – und um die Frage, ob Dein Unternehmen das verträgt. Ich helfe Dir, Dein Lebenswerk so aufzustellen, dass es den nächsten Schritt überlebt. Und Dich nicht überlebt, sondern Dich freilässt.

Nachfolger*in

Du übernimmst. Externe Übernahme, Familienbetrieb oder Buy-in – die weichen Themen sind die schwierigen. Team, Vorgänger, eigene Rolle. Ich begleite Dich durch die ersten kritischen Phasen, in denen entschieden wird, ob Du anerkannt wirst – oder nur die Nachfolgerin bleibst.

Unternehmerfamilie

Ihr seid mehrere. Eltern und Kinder, Geschwister, Angeheiratete. Die Rollen am Esstisch sind nicht die Rollen am Konferenztisch. Ich helfe Euch, das auseinanderzuhalten. Und in der Dynamik und den Turbulenzen, die jede Familiennachfolge produziert, entwickle ich mit Euch Lösungen, mit denen am Ende alle entspannen können – damit Ihr beides nicht verliert.

Meine Arbeitsweise

Klar. Direkt. Mit Wärme – aber ohne Beschönigung.

Supervisorin und Unternehmenscoach DGSv. Über 20 Jahre Begleitung von Unternehmerfamilien, Inhaberinnen und Übergaben. Zweimal in der Zeitschrift Impulse als Expertin für Unternehmensnachfolge empfohlen.

Ich arbeite nicht mit Werkzeugkoffern und Methoden-Slides. Ich arbeite mit dem, was wirklich da ist: einem Unternehmen, das Geschichte hat. Einer Familie, die nicht aufhört, Familie zu sein. Menschen, die etwas Wichtiges vor sich haben.

Wo es eng wird – in der Übergabe, in den Rollen, in der Familie – finde ich mit den Beteiligten Wege durch Konflikt und Dynamik. Nicht weil ich von außen schlichte. Sondern weil ich erkenne, was zwischen den Beteiligten wirklich verhandelt wird – und das benenne.

Meine Klientinnen und Klienten beschreiben meine Arbeit oft so: »Du sagst, was Du siehst. Auch wenn es unbequem ist.« Das stimmt. Ich sage auch, wenn der nächste Schritt nicht bei mir liegt. Aber wenn er bei mir liegt – dann gehen wir ihn gründlich.

SUPERVISORIN DGSV · UNTERNEHMENSCOACH · 25 JAHRE COACHING · 15 JAHRE SEELSORGE

Lass uns reden.

Wenn vor Dir eine Nachfolge steht – als Übergebende, als Übernehmende oder als Familie – dann ist der erste Schritt ein Gespräch. 45 Minuten. Kostenfrei. Ich höre mir an, wo Du stehst, und sage Dir ehrlich, ob und wie ich Dir helfen kann.

Lebenswerke verdienen einen guten Übergang.